Vom 07.09.07 bis 09.09.07 haben wir zum vierten Mal unsere (jährliche) Motorradtour in die Eifel zum Nürburgring gemacht. Mit 864 Gesamtkilometern in 2 1/2 Tagen waren wir wieder ganz gut unterwegs. Glücklicherweise waren alle Tage trocken, obwohl es bedeckt war und ab und zu nach Regen aussah. Lediglich am letzten Tag hatten wir auf der Heimfahrt zwei kurze Nieselperioden von jeweils 5 Minuten. Als wären wir dem drohenden Regen immer davon gefahren!
Am Freitag sind wir also um kurz nach 13:00 Uhr losgefahren. Marc hat die Strecke ausgesucht und uns mit Karte und Navi eine schöne Tour Richtung Eifel geführt. In Bad Hönningen haben wir eine kurze Pause gemacht und sind dann mit der Rheinfähre nach Bad Breisig übergesetzt. Als wir am Ring ankamen, um ein bisschen zu gucken, war schon nichts mehr zu sehen, woraufhin wir uns Richtung Hotel aufgemacht haben. Übernachtet haben wir (wie schon die letzten drei Male) in Barweiler im schönen Hotel Hüllen, das wir nur wärmstens weiterempfehlen können.

Am Abend haben wir nach gutem Essen noch ordentlich gebechert. Es gab mindestens acht Gründe für eine Runde: Rainer war zum ersten Mal dabei, Bohni kam zu spät zum Treffpunkt, ich habe das älteste Mopped, usw. usf. Später haben wir uns wie meistens an die Theke gesetzt und sind mit Beate und Astrid aus Köln ins Gespräch gekommen, die das letzte Wochenende ihres gemeinsamen Motorrad-Urlaubs im Hotel Hüllen verbrachten. Zu fortgeschrittener Stunde sind die Jungs dann nach und nach schlafen gegangen, und ich habe mich mit Beate und Astrid noch unterhalten. Ziemlich spät (schätzungsweise 2:00 Uhr) und ziemlich angetrunken bin ich dann auch auf’s Zimmer verschwunden.

Vom Hotel aus haben wir am Samstag 08.09.07 ab 10:00 Uhr unsere Tagestour nach und durch Luxemburg mit am Ende über 400 km begonnen. Der Tag war bedeckt und wolkig, aber trocken, eigentlich sehr angenehm zum fahren, weil es nicht zu kalt oder zu heiß war. Kleinere Probleme haben uns nur die Umleitungen auf der Strecke bereitet; das Navi (und Marc auch) war ziemlich durcheinander, weil wir oft anders gefahren sind, als das Gerät wollte. Eine große Gruppe holländischer Motorradfahrer, die im gleichen Hotel übernachtet hat, war am gleichen Tag rund um den Nürburgring unterwegs und ist (sehr zu unserer Verwunderung) nass geworden.

Am späten Samstag Nachmittag haben wir uns nach der Rückkehr aus Luxemburg entschlossen, alle eine Runde über die Nordschleife zu fahren. Nachdem das “abgehakt” war, sind wir zum Hotel zurück, umziehen, duschen (und dabei aufwärmen, da es schon etwas kühl geworden war) und haben uns unten getroffen und beim Essen noch über den vergangenen Tag diskutiert. Anfangs war das Restaurant sehr voll und laut, weil wieder die Pilger zur Wallfahrtskirche Barweiler da waren. Nach gut einer Stunde zogen aber die letzten ab und es wurde ruhiger.
Nach dem Essen habe ich mich dann zu Beate und Astrid auf einen Schnack gesetzt, was natürlich nicht ohne Kommentare der anderen Jungs abging… Egal, dachte ich mir, lass’ die Brüder reden! Das war auch sehr gut so: ich habe mich super unterhalten.
Die beiden Kölner Mädels mit ihren BMW 650 GS, die schon über 1800 km in ihrer Urlaubswoche in Frankreich und Belgien unterwegs waren, sind am Samstag nur 80 km weit gekommen. Da hat wohl die kurze Nacht und übermäßiger Bierkonsum am Vorabend seine Spuren hinterlassen. Beate hat bei einer Pause vergessen, ihren Seitenständer auszuklappen und leider ihre Maschine umfallen lassen. Glücklicherweise ist bis auf ein paar Schrammen am Lenker-Protektor nichts passiert. Schön, dass sie herzlich darüber lachen konnte! Danach hatten die beiden die Nase voll, sind zum Hotel zurück und haben den Nachmittag verdöst :-)

Beate hat mir die Bilder ihrer Fahrt gezeigt, wir haben die Köpfe zusammen gesteckt und uns über alles Mögliche unterhalten.
Sonntag morgen sind wir dann alle aufgebrochen: zuerst die holländische Gruppe mit Mords-Getöse vor dem Hotel. Die waren so laut, dass sich die Nachbarn bei der Wirtsfamilie beschwert haben, was noch nie vorgekommen ist! Danach sind Beate und Astrid gefahren und schließlich auch wir. Erst haben wir noch ein wenig in Adenau bei den Touristenfahrten zugesehen, haben getankt und sind früher als gedacht weitergefahren. Zurück ging es über diverse Nebenstraße und Dörfer durch den Naturpark Bergisches Land über Much sowie an Wipperfürth und Hagen vorbei nach Fröndenberg. Am Ausgangspunkt haben wir uns verabschiedet und jeder ist nach Hause gefahren.
Eine schöne Tour, die wir nächstes Jahr garantiert wieder machen!